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Endlich ist die Winterpause vorbei

Written on:Januar 14, 2015
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Es ist schon eine spezielle Zeit, mit gewissen Phantomschmerzen, Samstags um 15:30 Uhr. Denn in der aktuellen Winterpause kann eben nur weiterhelfen sich klar zu machen, dass gerade der Verzicht auf die Liga dazu führt, die Wiederaufnahme des Spielbetriebs so richtig genießen zu können. Und englische oder spanische Verhältnisse, mit teilweise kompletten Spieltagen an Neujahr (dem 1. Januar!) brauche ich nicht – wer doch, kann das ja auf Sky genießen.

Es hilft auch keine Randsportart hinweg über dieses Dilemma der Winterpause: Die Vierschanzentournee ist an Langeweile nur durch Standbilder zu überbieten; Biathlon ist wieder das regionale Phänomen geworden, dass es mal war; der Spengler-Cup, ein Trost meiner Jugend nahe der Schweizer Grenze mit SF2, ist als Erwachsener auch nur schwer zu ertragen. Und Hallenfußball, naja.

Was bin ich daher froh, dass für mich die Winterpause des interessanten Sports seit einer Woche vorbei ist und nächste Woche so richtig hochwertig startet. Denn meine Winterpause endet jeweils spätestens mit dem Start der grandiosen Australien Open in Melbourne, bei dem großartige und teilweise unglaubliche Spieler fair aber gnadenlos gegeneinander spielen werden.

Es ist sehr schwer geworden zu prognostizieren, wer das Rennen machen wird oder auch nur könnte. Der Vorjahressieg von Stan Wawrinka ist im Nachhinein gesehen eigentlich recht logisch, damit gerechnet hat trotzdem kaum niemand. Und da gerade im letzten Jahr zwei der Grand Slam Turniere von keinem aus den so genannten Top4 (Djokovic, Federer, Nadal, Murray) gewonnen wurde (neben Australien mit Wawrinka auch Flushing Meadows mit Marin Cilic) liegt es auf der Hand, genauer in die Top 10 der Rangliste zu schauen.

  • Novak Djokovic ist natürlich der große Favorit, hat aber letzte Woche  überraschenderweise im Viertelfinale von Doha eine Niederlage hinnehmen müssen.
  • Roger Federer würde ich daher, aber auch weil ich es ihm schlichtweg am meisten wünsche (und dank neuer Stärken auch zutraue), am ehesten den Sieg zutrauen. Schwer genug ist der Weg, aber wenn ihn jemand aktuell gehen kann, dann Federer.
  • Rafael Nadal – ein großer Spieler und Mensch, aber leider mit einem zu kräftezehrenden Spiel. Ich wünsche ihm das Gegenteil, aber ich prophezeie, dass sein Körper in diesem Jahr endgültig streiken wird.
  • Den Vorjahressieg zu wiederholen traue ich Stan Wawrinka absolut zu – das Turnier liegt ihm, er kann es auch mit weniger Druck angehen, und seine Rückhand ist eben einfach so gut…
  • Andy Murray ist allmählich wieder Großes zuzutrauen. Er ist ein Kandidat für das Endspiel, aber auch für einen Angriff auf die ersten Plätze der Weltrangliste.
  • Kei Nishikori hat bei den US Open für eine große Begeisterung gesorgt und bewiesen, dass er noch Luft nach oben hat. Seine Form scheint auch zu passen, daher: Halbfinale möglich
  • Thomas Berdych wird wohl leider nie über den Status hinauskommen, gelegentlich in das Halbfinale eines Grand Slam vorzustoßen, dann aber gegen einen der üblichen Gegner zu verlieren.
  • Marin Cilic ist leider nicht am Start - es wäre sehr interessant gewesen, wie er als US Open Sieger in Melbourne aufgetreten wäre.
  • Milos Raonic – obwohl jünger, gilt für ihn das gleiche wie für Berdych: Gegen einen höher platzierten klappt es nur selten mit dem Gewinnen. Raonic kann noch ein großer Spieler werden, den Weg dahin scheint er aber gerade nicht zu finden. Gilt auch für Dimitrov.
  • David Ferrer wäre in der Endphase seiner Karriere endlich ein großer Titel zu wünschen. Und ins Endspiel mag er, je nach Auslosung, auch in Melbourne vordringen können.

Bald ist die Auslosung, meine Kandidaten für das Halbfinale heißen Djokovic, Federer, Wawrinka und Nishikori. Je nach Auslosung alternativ noch Murray oder Ferrer.

Irgendwie habe ich was vergessen, oder? Was war es denn bloß… Ach so, die Deutschen Spieler bei Grand Slam Turnieren. Das Drittrundenspiel bei den kommenden US Open zwischen Kohlschreiber und Isner wird wohl der Höhepunkt werden.Und es bleibt eine Katastrophe, dass Deutschland keinen Spieler unter den ersten 10 der Welt hat.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich noch kurz auf ein Buch hinweisen, dass ich kürzlich gelesen habe. Dieses sollte meiner Meinung nur von denjenigen gelesen werden, denen mehr an den Tennisfakten über Roger Federer liegt, denn am Menschen. “Das Tennisgenie – Die Roger Federer Story”, von René Stauffer beginnt damit, wie das Leben als Schweizer Tennisjournalist gewesen ist bevor es Federer gab, und listet dann recht oberflächlich Turnier an Turnier. Die letzten Kapitel gehen noch ein wenig auf die öffentlichen Aktivitäten Federers neben dem Tennis ein, aber wer Tiefgang wünscht, ist mit diesem Buch falsch beraten. Dem empfehle ich nach wie vor das Buch von Andre Agassi: Open.

 

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